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Kündigungsfristen im Arbeitsverhältnis

Kündigungsfristen im Arbeitsverhältnis

 

Häufig entscheiden Menschen in der Lebensmitte, sich selbständig zu machen. Dann stellt sich die Frage, mit welcher Frist das Arbeitsverhältnis eigentlich gekündigt werden kann.

Der Frankfurter Fachanwalt für Arbeitsrecht, Holger Hecklau, hat ein paar wichtige Punkte zusammengestellt:

Ein Blick in den Arbeitsvertrag hilft da oft nicht weiter. Meist gibt es nur einen lapidaren Verweis auf die gesetzlichen Kündigungsfristen („Es gelten die gesetzlichen Kündigungsfristen“).

Gemeint ist damit § 622 BGB. Dieser Paragraf bestimmt eine Grundkündigungsfrist von 4 Wochen zum 15. oder zum Monatsende. Diese Fristen verlängern sich mit der Dauer der Beschäftigungszeit auf einen Monat zum Monatsende nach zwei Jahren, auf zwei Monate zum Monatsende nach fünf Jahren und in weiteren Schritten auf bis zu sieben Monate zum Monatsende nach 20 Dienstjahren.

Diese verlängerten Kündigungsfristen gelten allerdings nur für den Arbeitgeber, soweit nicht etwas anderes ausdrücklich im  Arbeitsvertrag vereinbart ist (…. „ Die verlängerten Kündigungsfristen gelten auch für den Arbeitnehmer….“). Fehlt eine solche Vereinbarung, kann vom Arbeitnehmer auch nach mehr als 20 Jahren mit der Grundkündigungsfrist von vier Wochen zum 15. oder zum Monatsende gekündigt werden.

Noch komplizierter sind Verweise auf bestehende Tarifverträge. Zunächst ist dann zu prüfen, ob, und wenn ja, welcher Tarifvertrag auf das bestehende Arbeitsverhältnis anwendbar ist.

Die meisten Tarifverträge sehen wie die gesetzliche Regelung eine Staffelung nach Dauer der Betriebszugehörigkeit vor. Der Manteltarifvertrag für das private Bankengewerbe sieht zum Beispiel längere Fristen als das Gesetz vor, der Tarifvertrag für das Speditionsgewerbe kürzere.

Von der IG Metall findet man auf einer Info-Seite im Internet den folgenden Hinweis:

„Achtung: Tarifverträge der IG Metall sehen zum Teil vom Gesetz abweichende Regelungen vor. Diese Regelungen sind sehr differenziert und in einer Datenbank nicht darstellbar.“

Bei Unklarheiten kann der Betriebsrat oder ein Anwalt weiterhelfen.

Aber keine Sorge: Eine falsch berechnete Kündigungsfrist führt nicht zur Unwirksamkeit der Kündigung. Diese wird dann so ausgelegt, als sei sie mit der richtigen Frist ausgesprochen.

Fast wichtiger als die Frist ist das gesetzliche Schriftformerfordernis: Eine Kündigung kann nicht per Mail, SMS oder whatsapp ausgesprochen werden. Sie muss also auf Papier und mit eigenhändiger Unterschrift erfolgen, ansonsten ist sie nichtig.

Holger Hecklau
Rechtsanwalt
FA für Arbeitsrecht
Eysseneckstrasse 26
60322 Frankfurt
T 069 90551392
F 069 90551393
http://www.ra-hecklau.de

Das brauchen Sie um Aufmerksamkeit zu wecken!

Das brauchen Sie um Aufmerksamkeit zu wecken!

Gestern habe ich mal wieder einen Bewerbungscheck durchgeführt. Das Ziel der Bewerberin war klar: eine Führungsposition!

Ein Blick genügte und mir war klar: Das wird schwierig. Aus dem kleinen Foto blickte mir eine seriöse Dame, Brille, helle Bluse, dunkle Jacke entgegen…. wie gesagt: Führungsposition! Da denkt doch jeder: „Perfektes Bewerbungsfoto. Alle Kriterien erfüllt. Passt doch!“

Versetzen Sie sich bitte kurz in die Mitarbeiter von Personalabteilungen: Die sehen den ganzen Tag Fotos von Bewerbern: Köpfe, Köpfe, Köpfe, Business-Klamotten, gezwungen lächelnd – bitte nur von der Schokoladenseite! … Fotos sind ein sehr wichtiger Teil Ihres Selbstmarketings.

Um Aufmerksamkeit zu wecken, sollten sich Ihre Fotos von der grauen Masse abheben! Das ist wichtig für alle: Jobsuchende und Selbständige. Professionelle Fotos sind wichtig für Ihren beruflichen Erfolg und eine wichtige Investition.

Sie sollten mit mehreren Fotos Ihre gesamten Selbstmarketing-Aktivitäten unterstützen: lassen Sie sich in Aktion mit anderen professionellen Menschen ablichten. Im Büro, bei der Arbeit, beim Präsentieren, im Gespräch. Zeigen Sie sich authentisch, mit Dingen, die mit Ihrem Beruf zu tun haben. Dann wecken Ihre Fotos mit 100 prozentiger Sicherheit mehr Aufmerksamkeit!

 

Neustart 50plus – Bewerben oder Selbständigkeit? Eine Entscheidungshilfe

Neustart 50plus – Bewerben oder Selbständigkeit? Eine Entscheidungshilfe

Wenn es mit den Bewerbungen nicht klappt, denken Menschen mit 50plus häufig darüber nach, sich selbständig zu machen. Andererseits sind sie noch im Bewerbungsprozess, den sie nicht unterbrechen wollen. Sie sind hin- und hergerissen und fühlen sich unter Entscheidungsdruck.

Sie werden gleich erfahren, warum Sie die Entscheidung Bewerben oder Gründen gar nicht heute treffen müssen.

Ihr Ziel ist es, mit Ihrem Fachwissen Geld zu verdienen. Sie möchten Ihre Kernkompetenzen einsetzen und die letzten Berufsjahre stressfrei erleben? Um eine neue Tätigkeit zu finden ist es wichtig, ein ansprechendes Angebot zu entwickeln und mit diesem im Markt sichtbar zu werden. Das gelingt durch gutes Selbstmarketing auf LinkedIn, Facebook und natürlich auch über persönliche Kontakte. Durch gezielte Aktivitäten kommen Sie mit Entscheidern ins Gespräch.

Wenn Ihr Angebot für ein Unternehmen interessant ist, geht es darum, wie Sie bezahlt werden: monatlich, in Form eines Gehaltes? Projektweise, gegen Rechnung? Erst jetzt müssen Sie die Entscheidung treffen: Starte ich meine Selbständigkeit, oder nicht.

Und genau so funktioniert das duale Entwicklungskonzept von IHRE MARKTNISCHE- Neustart 50plus.

Interesse geweckt? Dann lassen Sie uns sprechen!

Selbständigkeit auf Probe?

Selbständigkeit auf Probe?

Gastbeitrag von Rechtsanwalt Holger Hecklau

Wer sich mit dem Gedanken trägt, sich aus einem Arbeitsverhältnis heraus selbständig zu machen, steht vor dem Problem, dass man den „sicheren Hafen“ einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung mit allen Vorteilen wie Urlaubanspruch, Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall, Kündigungsschutz und vom Arbeitgeber anteilig getragenen Sozialversicherungsbeiträgen verlassen muss und ins „kalte Wasser“ der Selbständigkeit springen muss.

Um diesen Übergang etwas weicher zu gestalten, gab es bisher nach dem Teilzeit- und Befristungsgesetz (TzBfG) die Möglichkeit, die Arbeitszeit zu reduzieren und in der frei werdenden Arbeitszeit seine Selbständigkeit vorzubereiten und sobald sich das Geschäftsmodell trägt, das Arbeitsverhältnis ganz zu beenden.

Das Problem des TzBfG war aber, dass für den Fall, dass es mit der Selbständigkeit nicht so funktioniert, kein Rechtsanspruch auf eine Rückkehr zur Vollzeitbeschäftigung bestand mit der Folge, dass man auf Dauer mit dem geringeren Gehalt der Teilzeit auskommen musste. Außerdem sind die Karrieremöglichkeiten mit einer Teilzeitbeschäftigung bekanntermaßen eher gering.

Eine seit dem 1. Januar 2019 geltende Gesetzesänderung eröffnet nun neue Chancen für die Selbständigkeit auf Probe (und natürlich auch für andere Zwecke wie die Pflege von Angehörigen, die Kinderbetreuung oder auch einfach nur für eine bessere Work-Life-Balance).

Nach dem neu eingefügten § 9a TzBfG kann die Verringerung der Arbeitszeit nun zeitlich begrenzt beantragt werden. Der begehrte Zeitraum muss mindestens ein Jahr und kann höchstens fünf Jahre betragen. Nach Ablauf der Laufzeit kehrt man automatisch zur alten Arbeitszeit zurück. Während der Laufzeit der verringerten Arbeitszeit kann dann allerdings keine weitere Verringerung der Arbeitszeit oder eine Verlängerung verlangt werden.

Wer also zum Ablauf des vereinbarten Zeitraums feststellt, dass die Selbständigkeit doch nicht der richtige Weg ist, kehrt automatisch zurück zur alten Arbeitszeit und dem entsprechenden Gehalt. Wem die Freiheit der Selbständigkeit und die damit verbundenen Chancen verlockend genug sind, kann sein Arbeitsverhältnis kündigen (zur Kündigungsfrist können Sie demnächst hier mehr lesen) und sich ausschließlich dem eigenen Geschäft widmen.

Eine Tätigkeit neben dem bestehenden Arbeitsverhältnis bedarf aber der Genehmigung des Arbeitgebers. Dies gilt auch während einer verringerten Arbeitszeit (auch zu den Voraussetzungen einer Genehmigung der Nebentätigkeit gibt es hier demnächst ausführlichere Informationen).

Holger Hecklau
Rechtsanwalt | FA für Arbeitsrecht
Eysseneckstrasse 26
60322 Frankfurt
T 069 90551392
F 069 90551393
http://www.ra-hecklau.de

Nur diese Person macht Sie erfolgreich … oder auch nicht!

Nur diese Person macht Sie erfolgreich … oder auch nicht!

Vor kurzem habe ich die Geschichte von Thomas Edison gelesen: Als Kind gab er seiner Mutter einen verschlossenen Brief von seinem Lehrer. Die Mutter las ihn laut vor: „Ihr Sohn ist ein Genie. Wir können ihm nicht die richtige Ausbildung ermöglichen. Daher bitten wir Sie, seine Ausbildung zu übernehmen!“

Die Mutter tat es … und offensichtlich mit Erfolg. Jahre später erfand Edison die Glühbirne und hat seine Spuren nicht nur in New York hinterlassen.

Nach dem Tod der Mutter fand Thomas Edison den alten Brief und las: „Ihr Sohn ist mental eingeschränkt. Wir können nichts für ihn tun und werfen ihn aus der Schule!“

Die Frage ist: Wäre aus Thomas Edison ein Genie geworden, wenn er das gewusst hätte? Mit Sicherheit nicht!

Haben Sie schon mal festgestellt, welche Personen sich ewig beschweren und sich über alles aufregen? Denken Sie mal darüber nach: Wer pöbelt Falschparker an? Wer kritisiert andere? Und wer beschwert sich über vieles? Ich habe folgende Beobachtung gemacht: Es sind häufig diejenigen, die nicht so richtig erfolgreich sind. Die erkennen sofort Schwachstellen und Probleme, die sie ansprechen! … und über die sie sich aufregen können!

Personen mit einer positiven Grundeinstellung tun das nicht. Sie sehen auch die Schwächen und Missstände … Anstatt sie nur zu monieren, diskutieren sie Lösungsansätze, verwirklichen Ideen und sind häufig erfolgreich – wie Thomas Edison!

Was bedeutet diese Erkenntnis für Ihren Geschäftserfolg? In den letzten zehn Jahren habe ich immer wieder festgestellt: (mehr …)

Damit jedes Gespräch stimmt.

Damit jedes Gespräch stimmt.

Als Trainerin für Stimme und Sprache unterstütze ich Menschen, die sich in Gesprächen sicher fühlen, ihre Gesprächsziele erreichen und ihre persönliche Wirkung optimieren wollen.

Der erste Schritt ist in diesem Zusammenhang oft das Hinhören. Sollten Sie an Ihrem Sprechverhalten grundsätzlich etwas ändern wollen, üben Sie damit schon das Wichtigste: das Zuhören. Denn Sie können an ihrer eigenen Stimme nur das verändern, was Sie an anderen Stimmen wahrnehmen.

Wer gut zuhört, spricht auch besser
Hand aufs Herz: Sie mögen Ihre Stimme nicht besonders, wenn sie „vom Band“ kommt? Und Sie würden aus allen Wolken fallen, wenn Sie wüssten, dass diese Stimme viel eher an jene herankommt, die andere Menschen hören, wenn Sie sprechen? Und genau deshalb lohnt es sich, an der „Bandstimme“ zu arbeiten.

Wieso klingt meine Stimme „vom Band“ so fremd?
Die Stimme ist nichts anderes als eine Menge von Schallwellen, die aus Ihrem Mund kommen. In einer alltäglichen Sprechsituation dringen diese Wellen in unser Ohr, werden als Schall weitergeleitet und im Gehirn verarbeitet. So weit so gut. Doch wenn wir uns selbst hören, kommt noch etwas Entscheidendes hinzu: (mehr …)