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Selbständigkeit auf Probe?

Selbständigkeit auf Probe?

Gastbeitrag von Rechtsanwalt Holger Hecklau

Wer sich mit dem Gedanken trägt, sich aus einem Arbeitsverhältnis heraus selbständig zu machen, steht vor dem Problem, dass man den „sicheren Hafen“ einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung mit allen Vorteilen wie Urlaubanspruch, Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall, Kündigungsschutz und vom Arbeitgeber anteilig getragenen Sozialversicherungsbeiträgen verlassen muss und ins „kalte Wasser“ der Selbständigkeit springen muss.

Um diesen Übergang etwas weicher zu gestalten, gab es bisher nach dem Teilzeit- und Befristungsgesetz (TzBfG) die Möglichkeit, die Arbeitszeit zu reduzieren und in der frei werdenden Arbeitszeit seine Selbständigkeit vorzubereiten und sobald sich das Geschäftsmodell trägt, das Arbeitsverhältnis ganz zu beenden.

Das Problem des TzBfG war aber, dass für den Fall, dass es mit der Selbständigkeit nicht so funktioniert, kein Rechtsanspruch auf eine Rückkehr zur Vollzeitbeschäftigung bestand mit der Folge, dass man auf Dauer mit dem geringeren Gehalt der Teilzeit auskommen musste. Außerdem sind die Karrieremöglichkeiten mit einer Teilzeitbeschäftigung bekanntermaßen eher gering.

Eine seit dem 1. Januar 2019 geltende Gesetzesänderung eröffnet nun neue Chancen für die Selbständigkeit auf Probe (und natürlich auch für andere Zwecke wie die Pflege von Angehörigen, die Kinderbetreuung oder auch einfach nur für eine bessere Work-Life-Balance).

Nach dem neu eingefügten § 9a TzBfG kann die Verringerung der Arbeitszeit nun zeitlich begrenzt beantragt werden. Der begehrte Zeitraum muss mindestens ein Jahr und kann höchstens fünf Jahre betragen. Nach Ablauf der Laufzeit kehrt man automatisch zur alten Arbeitszeit zurück. Während der Laufzeit der verringerten Arbeitszeit kann dann allerdings keine weitere Verringerung der Arbeitszeit oder eine Verlängerung verlangt werden.

Wer also zum Ablauf des vereinbarten Zeitraums feststellt, dass die Selbständigkeit doch nicht der richtige Weg ist, kehrt automatisch zurück zur alten Arbeitszeit und dem entsprechenden Gehalt. Wem die Freiheit der Selbständigkeit und die damit verbundenen Chancen verlockend genug sind, kann sein Arbeitsverhältnis kündigen (zur Kündigungsfrist können Sie demnächst hier mehr lesen) und sich ausschließlich dem eigenen Geschäft widmen.

Eine Tätigkeit neben dem bestehenden Arbeitsverhältnis bedarf aber der Genehmigung des Arbeitgebers. Dies gilt auch während einer verringerten Arbeitszeit (auch zu den Voraussetzungen einer Genehmigung der Nebentätigkeit gibt es hier demnächst ausführlichere Informationen).

Holger Hecklau
Rechtsanwalt | FA für Arbeitsrecht
Eysseneckstrasse 26
60322 Frankfurt
T 069 90551392
F 069 90551393
http://www.ra-hecklau.de

Nur diese Person macht Sie erfolgreich … oder auch nicht!

Nur diese Person macht Sie erfolgreich … oder auch nicht!

Vor kurzem habe ich die Geschichte von Thomas Edison gelesen: Als Kind gab er seiner Mutter einen verschlossenen Brief von seinem Lehrer. Die Mutter las ihn laut vor: „Ihr Sohn ist ein Genie. Wir können ihm nicht die richtige Ausbildung ermöglichen. Daher bitten wir Sie, seine Ausbildung zu übernehmen!“

Die Mutter tat es … und offensichtlich mit Erfolg. Jahre später erfand Edison die Glühbirne und hat seine Spuren nicht nur in New York hinterlassen.

Nach dem Tod der Mutter fand Thomas Edison den alten Brief und las: „Ihr Sohn ist mental eingeschränkt. Wir können nichts für ihn tun und werfen ihn aus der Schule!“

Die Frage ist: Wäre aus Thomas Edison ein Genie geworden, wenn er das gewusst hätte? Mit Sicherheit nicht!

Haben Sie schon mal festgestellt, welche Personen sich ewig beschweren und sich über alles aufregen? Denken Sie mal darüber nach: Wer pöbelt Falschparker an? Wer kritisiert andere? Und wer beschwert sich über vieles? Ich habe folgende Beobachtung gemacht: Es sind häufig diejenigen, die nicht so richtig erfolgreich sind. Die erkennen sofort Schwachstellen und Probleme, die sie ansprechen! … und über die sie sich aufregen können!

Personen mit einer positiven Grundeinstellung tun das nicht. Sie sehen auch die Schwächen und Missstände … Anstatt sie nur zu monieren, diskutieren sie Lösungsansätze, verwirklichen Ideen und sind häufig erfolgreich – wie Thomas Edison!

Was bedeutet diese Erkenntnis für Ihren Geschäftserfolg? In den letzten zehn Jahren habe ich immer wieder festgestellt: (mehr …)

Damit jedes Gespräch stimmt.

Damit jedes Gespräch stimmt.

Als Trainerin für Stimme und Sprache unterstütze ich Menschen, die sich in Gesprächen sicher fühlen, ihre Gesprächsziele erreichen und ihre persönliche Wirkung optimieren wollen.

Der erste Schritt ist in diesem Zusammenhang oft das Hinhören. Sollten Sie an Ihrem Sprechverhalten grundsätzlich etwas ändern wollen, üben Sie damit schon das Wichtigste: das Zuhören. Denn Sie können an ihrer eigenen Stimme nur das verändern, was Sie an anderen Stimmen wahrnehmen.

Wer gut zuhört, spricht auch besser
Hand aufs Herz: Sie mögen Ihre Stimme nicht besonders, wenn sie „vom Band“ kommt? Und Sie würden aus allen Wolken fallen, wenn Sie wüssten, dass diese Stimme viel eher an jene herankommt, die andere Menschen hören, wenn Sie sprechen? Und genau deshalb lohnt es sich, an der „Bandstimme“ zu arbeiten.

Wieso klingt meine Stimme „vom Band“ so fremd?
Die Stimme ist nichts anderes als eine Menge von Schallwellen, die aus Ihrem Mund kommen. In einer alltäglichen Sprechsituation dringen diese Wellen in unser Ohr, werden als Schall weitergeleitet und im Gehirn verarbeitet. So weit so gut. Doch wenn wir uns selbst hören, kommt noch etwas Entscheidendes hinzu: (mehr …)

Eine Naturweisheit für Ihren soliden Geschäftserfolg!

Unsplash – Natasha Miller

“Petit à petit, l’oiseau fait son nit!”

„Klein bei klein baut der Vogel sein Nest!“ – so ein französischer Spruch, in dem DAS Erfolgsrezept für uns Selbständige steckt! Der Vogel kennt kein Wochenende und er übernimmt sich an keinem Zweiglein, Grashalm … Ast oder gar BH, wenn er sein Nest baut. „BH?!“ … dazu am Ende mehr!

Tatsache ist: Wenn Sie jeden Tag ein kleines bisschen an Ihrem Geschäft arbeiten, wird garantiert etwas Solides daraus.

Warum jeden Tag? (mehr …)

In 5 Minuten zum eigenen Geschäft – so geht’s!

Unsplash – Ales Krivec

Häufig liest man, dass es in Deutschland schwierig sei zu gründen. Das stimmt einfach nicht. Ich habe lange in Portugal gelebt und dort war Gründen mit vielen Amtsgängen und Genehmigungen verbunden. Hier in Deutschland kann man schon in 5 Minuten das eigene Geschäft gründen!

Mein Rat an alle Gründer: Zeit ist Geld und Geld schmilzt in der Gründerphase wie Eiscreme in der Sonne. Daher starten Sie schnell und einfach. Denken Sie erst über eine Rechtsform wie GbR, GmbH etc. nach, wenn Sie wissen, dass Ihre Geschäftsidee auch ankommt. d.h. sobald Sie erste Kunden haben! Bis dahin können Sie mit einfach loslegen:

So können Sie in nur 5 Minuten gründen! (mehr …)

Interview mit dem Querdenker Axel Liebetrau

Axel Liebetrau

Auf der IAA – Job and Carreer habe ich Axel Liebetrau kennengelernt. Sein Vortrag hat mich begeistert, denn auch er vertritt die Meinung, dass wertvolle Kenntnisse und Erfahrungen im Zeitalter der Digitalisierung dringend gebraucht werden. Die Gunst der Stunde nutzend habe ich ein paar Fragen an diesen spannenden und erfoglreichen Selbständigen gestellt. Hier ist das Interview:

Yani Neugebauer (YN): Sie haben sich 2005 nach fast 20 Jahren in Bankkarriere selbständig gemacht. Aus heutiger Sicht: würden Sie das noch mal machen?

Axel Liebetrau (AL): Das kann ich eigentlich nicht sagen. Damals war es klar die richtige Entscheidung und ich habe die Entscheidung auch nicht bereut. Damals hatte ich allerdings eine andere Familiensituation ohne größere Verpflichtungen. Heute mit viel mehr Verantwortung in der Familie ist dies keine Entscheidung, welche man völlig alleine, sondern immer als gesamte Familie treffen muss.

YN: Ihre Vorträge drehen sich um Innovation. Glauben Sie, dass das Fachwissen und Erfahrung von Älteren noch gebraucht wird, um die Digitalisierung und Innovation voranzubringen? (mehr …)